Blockchain-Blackbox für Drohnen
Drohnen können ihre eigenen Flug- und Sensordaten auf einer Blockchain speichern.Dieses System funktioniert ohne Cloud-Server und speichert Aufzeichnungen während des Fluges sicher und überprüfbar.
Ein Team studentischer Ingenieure der University of Southampton hat ein Blockchain-basiertes „Black-Box“-System für Drohnen entwickelt.Das System ermöglicht es einer autonomen Drohne, während des Fluges Betriebs- und Sensordaten direkt auf einer Blockchain aufzuzeichnen und so eine Aufzeichnung ihrer Aktivitäten zu erstellen.
Wie Flugschreiber von Flugzeugen protokolliert es kontinuierlich die Leistungsdaten einer Drohne.Anstatt Informationen in einer einzigen Datenbank zu speichern, verteilt das System sie über ein dezentrales digitales Hauptbuch, wodurch es schwieriger wird, Datensätze zu ändern.Diese Methode trägt dazu bei, Vertrauen in autonome Systeme aufzubauen, die ohne menschliche Kontrolle funktionieren.
Die Entwicklung ist wichtig, da Drohnen Bedingungen wie Vibration, Bewegung, begrenzter Leistung und instabilen Kommunikationssignalen ausgesetzt sind.Trotz dieser Herausforderungen funktionierte das Verifizierungssystem während des gesamten Fluges und zeigte, dass Blockchain auf der in autonomen Drohnen verwendeten Hardware ausgeführt werden kann.
Das System nutzt ein Blockchain-Protokoll eines Technologieunternehmens.Jedes Gerät im Netzwerk betreibt einen vollständigen Blockchain-Knoten, der Daten unabhängig speichert und überprüft.Während die Daten auf jedem Gerät verbleiben, können alle Netzwerkteilnehmer die Aufzeichnungen überprüfen und so sicherstellen, dass Informationen nicht geändert oder gelöscht werden können.
Diese dezentrale Einrichtung macht Cloud-Server oder zentralisierte Datenbanken überflüssig, die in anderen Überwachungssystemen verwendet werden.Dadurch, dass Maschinen ihre eigenen Aufzeichnungen vor Ort erstellen und überprüfen können, bietet das System eine Möglichkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortlichkeit im autonomen Betrieb sicherzustellen.
Eine weitere Änderung bestand darin, die Blockchain direkt auf einem Mikroprozessor-System-on-Chip auszuführen, anstatt externe Software zu verwenden.Diese Integration verbesserte Leistung und Effizienz.Durch die Verlagerung der Blockchain-Prozesse näher an die Hardware wurden im Vergleich zu anderen Setups höhere Leistung und Energieeffizienz erzielt.Diese Gewinne sind wichtig für Geräte wie Drohnen, deren Rechenleistung und Akkulaufzeit begrenzt sind.
Das Projekt zeigt, dass die Verifizierung in die Hardware autonomer Maschinen integriert werden kann.Da intelligente Systeme in öffentlichen und industriellen Umgebungen immer häufiger eingesetzt werden, wird die Fähigkeit, nachzuweisen, was eine Maschine getan hat, für die Sicherheit und das Vertrauen der Öffentlichkeit immer wichtiger.
Bisher nutzten die meisten Systeme Cloud-Server oder zentralisierte Datenbanken zur Aufzeichnung von Aktivitäten, die auf Konnektivität und externe Aufsicht angewiesen waren.Dieser Ansatz funktioniert unter strengen Leistungsgrenzen und wechselnder Konnektivität und zeigt, dass die verteilte Verifizierung in realen autonomen Umgebungen funktionieren kann.Durch die Einbettung der Verifizierung in Geräte ermöglicht die Technologie vernetzten Maschinen, Aufzeichnungen über ihre Aktionen zu führen.